Waldbrandgefahr / Waldbrandübung

Bereits am 18.07.2022 wurde durch das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Waldbrand Alarmstufe A ausgerufen.

Seit dem Ausrufen der Alarmstufe A blieben größere Niederschlagsmengen aus. Auch in der KW31 ist zum aktuellen Zeitpunkt mit keinem größeren Niederschlag zu rechnen, wodurch das Ministerium von einer deutlichen Zunahme der Waldbrandgefahr ausgeht.

Während der Waldbrandsaison (März bis Oktober) stellt der Deutsche Wetterdienst täglich eine aktuelle Waldbrandgefahrenprogonse auf deren Homepage bereit.

 

Was bedeudet die Alarmstufe A?

Außerhalb von ausgewiesenen Grillplätzen darf kein Feuer entfacht werden. Beim Grillen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und das Feuer im Anschluss vollständig gelöscht ist. Das Rauchen ist in Waldgebieten grundsätzlich verboten und auch Zigarettenkippen sollten nicht achtlos aus dem Autofenster geworfen werden. PKWs dürfen in Wald und Feld nur an ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Zum einen, damit die örtlichen Feuerwehren schnell zu Gefahrenstellen gelangen und die Wege nicht durch Fahrzeuge blockiert werden. Zum anderen bietet der aufgeheizte Motorraum ein Brandrisiko, wenn er auf trockenem Waldboden steht.

Wer einen Waldbrand bemerkt sollte unverzüglich die Feuerwehr über die 112 alarmieren. 

 

Waldbrandübung in Hohensolms

Am Samstag fand in diesem Zusammenhang in Hohensolms eine Waldbrandübung statt. Bei Waldbränden ist es eine große Herausforderung, Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen. Die Löschwassertanks der  Fahrzeuge der Feuerwehr Hohenahr fassen zwischen 750 l und 1.200 l Wasser. Bei einer Durchflussmenge eines (Standard-) C-Rohres von ca. 100-200 l/min sind die Löschwassertanks bereits innerhalb weniger Minuten leer. 

In Waldgebieten sind im Gegensatz zu Wohn- und Industriegebieten keine Hydranten in regelmäßigen Abständen vorhanden. Geeignete offene Gewässer (Flüsse, Seen, etc.) sind meist nur selten in der Nähe. Im Lahn-Dill-Kreis sind u. a. deshalb mehrere Wechselladerfahrzeuge vorhanden, die einen Abrollcontainer mit einem 10.000 l Wassertank geladen haben. Die derzeitigen Standorte der Fahrzeuge und Behälter des Löschwasserkonzepts des LDK sind bei den Feuerwehren in Haiger, Herborn, Ehringshausen, Wetzlar und Braunfels.

In Anlehnung an das Löschwasserkonzept des LDK hat die Abfallwirtschaft Lahn-Dill einen eigenen Abrollcontainer beschafft. Dieser wurde uns freundlicherweise von der Abfallwirtschaft Lahn-Dill für die Übung zur Verfügung gestellt. 

Bei der Übung haben wir zunächst das Löschwasser aus dem Tank des TSF-W verwendet. Währenddessen wurde ein Pufferbecken für das Löschwasser des Wechselladerfahrzeuges aufgebaut. Aus diesem Pufferbecken erfolgt die eigentliche Löschwasserförderung. Ist der Container leer, ist vorübergehend noch genügend Wasser im Pufferbecken, sodass die Löschwasserversorgung nicht gleich unterbrochen ist. Im Einsatzfall würde dann ein weiterer Abrollcontainer Wasser in das Pufferbecken abgeben. Im Pendelverkehr würde dann der leere Container an leistungsstarken Hydranten wieder befüllt und zur Einsatzstelle zurückkehren. 

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